Wappen Fernmeldesektor 125 Karlsruhe
FmSkt125
Slider1
Sllider2
Slider3

Der Fernmeldesektor 125

Fm-Station im Sonnenuntergang

Die Wurzeln des Fernmeldesektors 125 reichen zurück bis ins Jahr 1956. Am 01.September dieses Jahres wurde in Büchel die 3. Kompanie der Fernmeldeabteilung 121 aufgestellt.

Sie war damals mit dem Fernsprechbau und Entstördienst beauftragt. Nach nur fünf Monaten, am 26.Februar 1957, wurde die Einheit in die Karlsruher Dragoner-Kaserne verlegt und am 08.August des gleichen Jahres in 2./Fernmeldeabteilung 121 umbenannt und zur Richtfunkverbindungs-Kompanie umgegliedert.

Am 20.November 1959 erfolgte die Verlegung der 2. Kompanie nach Karlsruhe-Neureut. Am 15.Februar 1962 wurde die Einheit erneut einer Namensänderung unterzogen und nannte sich nun 2./Fernmelderegiment 12. Im Rahmen der Aufstellung Fernmelderegiment 12 (neu) erhielt die Kompanie am 1.April 1991 ihre bekannte Bezeichnung: Fernmeldesektor 125. Gleichzeitig erfolgte, bedingt durch die Auflösung der I. Abteilung, ein Unterstellungswechsel direkt unter den Regimentsstab.

Der Auftrag des Fernmeldesektors 125 umfasste vorrangig die Vorbereitung und Durchführung des Einsatzes teilbeweglicher Fernmeldebetriebskräfte zum Anschluss beweglicher Nutzer an das Automatische Führungsfernmeldenetz der Luftwaffe, sowie den Netzersatz bei Ausfall von ortsfesten Fernmeldestationen. Der Einsatzraum des Sektors erstreckte sich auf die Südhälfte der Bundesrepublik Deutschland, von der nördlichen Eifel bis nach Berlin.

Der Fernmeldesektor 125 war in drei Fernmeldezüge, eine Einsatzgruppe und den Innendienst untergliedert. Insgesamt verrichteten hier etwa 240 Soldaten ihren Dienst.

Die Einheit gehörte den Krisenreaktionskräften der Bundeswehr an und war somit auch bei Auslandseinsätzen und –übungen der Luftwaffe für Errichtung und Betrieb von Kommunikationseinrichtungen verantwortlich.

Einige der an digitalen Fernmeldegeräten ausgebildeten Soldaten haben bereits Erfahrung im Krisenreaktionseinsatz gesammelt und waren zum Beispiel im Rahmen des UNOSOM-Einsatzes für die Errichtung und Betreibung von Satellitenübertragungseinrichtungen in Djibouti, oder bei UN-PROFPR, IFOR und SFOR in Italien für die fernmeldetechnische Anbindung der in Piacenza und Vicenza stationierten Luftwaffenkontingente zuständig.

Ein vollkommen neues Kapitel in der Geschichte des Sektors wurde am 14.Oktober 1999 aufgeschlagen. An diesem Tage verlegten 36 Soldaten der Einheit – 23 Zeit- und Berufssoldaten und 13 freiwillig zusätzlichen Wehrdienst Leistende ( FWDL ) – von Deutschland in den Kosovo und nach Mazedonien, um dort gemeinsam mit anderen Kameraden des Fernmelderegiments 12, sowie Fernmeldekräften des Heeres und des Fernmelderegiments 11 bis Ende März 2000 die Fernmeldeabstützung des deutschen Oberbefehlshabers über die dortigen KFOR-Truppen sicherzustellen.

Die Neureuter General-Fahnert-Kaserne war nur noch bis zum 30.September 2002 die Heimat des FmSkt 125. Zu diesem Zeitpunkt wurde die Einheit in das niedersächsische Visselhövede verlegt. Der FmSkt125 wurde dann zunächst dem Fernmeldebataillon AutoFüFmNLw (mobil) und seit 01.04.2003 dem neu aufgestellten Fernmeldebataillon 381 unterstellt und umbenannt in "4./Fernmeldebataillon 381".